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About my work


Marion Potz - Malerei mit „doppeltem Boden“

Bei den aktuellen Produktionen 2008/09 existiert nicht das Ansinnen einer photografischen Wiedergabe im Sinne der Zentralperspektive. Unwissenschaftlich formuliert arbeitet Marion Potz an einem „doppeltem Boden“. Zahlreiche Werke tragen 2 voneinander unabhängige Motive und Bewegungsabläufe. Das Auge des Betrachters hat diese Dinge dann in Synchronisation zu bringen. Wer die Künstlerin persönlich kennenlernt gewinnt das Gefühl, das sie weder ausschliesslich aus dem Bauch arbeitet noch aus dem Intellekt. Oft entstehen so natürlich auch „Trugbilder“, welche das Lesen derselben dann besonders spannend gestalten.

Mit ihrer Figurativität liegt Marion Potz in einem guten Spielfeld, da diese Mitte der 80iger Jahre die Herzen der Menschen eroberte & ungebrochen tonangebend ist.

In der Kunstgeschichte gibt es unzählige Beispiele von Tiermalern. Oft wurde auf diese Weise im Sinne einer Erfassung der Arten die Zoologie dokumentiert oder es wurden einfach Tiere als Bausteine der Schöpfung gezeigt. Bei Marion Potz macht der sensible Betrachter eine nachhaltige Erfahrung: Zweck der Tierdarstellungen ist ein Hinweis: Die Tiere sind an Würde dem Menschen gleich. Für so eine klare Aussage braucht man natürlich enormes Talent, da es nur die Grössten verstanden haben das Tier über das „Tier „ hinauszumalen“.

Marion Potz löst  Ornamente und Dekorgegenstände aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang und erweitert sie durch ein eigenes Formenvokabular. Verfremdet und ihres ehemaligen Kontextes enthoben, übersetzt Sie das historische Formengut in die Malerei. „Alles schmilzt dann in ein einziges Bildsujet, das Verhältnis von Kunst und Leben, und dieses Motiv bildet die thematische Achse und Sinnmitte der Werke.“

Die Bilder sind impulsiv und feurig, von sehr klein bis massiv im Format und zeigen verwobene Welten.  Es ist die Imagination der unendlichen Reise, von Wildtieren bis zu Elvis.  Es ist die lebensfreudige, farbige, pochende Weltlichkeit einer Mischung oder Mixtur von Sichten, die das "Vielschichtige" ausdrücken: Bilder vermögen ja oft zu zeigen, was Worte nicht fassen.

 Der Autor: Mag.Dr. Karl A. IRSIGLER, Kunsthistoriker

 

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